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Verse versus Virus (Woche vier)

19. April 2020

Bernhard Blöchl

Mit der Ausgangsbeschränkung kam die Idee: Gedichte zur Verarbeitung der Coronakrise. Die Welt, wie sie war, bröselt dahin. Der globale Soft Reset bringt so unfassbar viel Neues. Schlimmes, Tragisches, Bizarres, Lustiges. Jeder Rausch an Input braucht einen Output. Einen Kanal, am liebsten einen künstlerischen. Ein Tagebuch in Versen? Poesie für den Seelenfrieden? Aufschreiben, was einen auffrisst? Quarantänenquatsch? Vielleicht von allem ein bisschen. Vor allem aber sind „Verse versus Virus“ ein Experiment. Eine Morgenroutine für den Schreibflow. Meine Annäherung an die Lyrik zur Stärkung meiner Prosa. Im Rhythmus der Verschmitztheit. Voilà, Woche vier.

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Verse versus Virus (Woche drei)

12. April 2020

Bernhard Blöchl

Mit der Ausgangsbeschränkung kam die Idee: Gedichte zur Verarbeitung der Coronakrise. Die Welt, wie sie war, bröselt dahin. Der globale Soft Reset bringt so unfassbar viel Neues. Schlimmes, Tragisches, Bizarres, Lustiges. Jeder Rausch an Input braucht einen Output. Einen Kanal, am liebsten einen künstlerischen. Ein Tagebuch in Versen? Poesie für den Seelenfrieden? Aufschreiben, was einen auffrisst? Quarantänenquatsch? Vielleicht von allem ein bisschen. Vor allem aber sind „Verse versus Virus“ ein Experiment. Eine Morgenroutine für den Schreibflow. Meine Annäherung an die Lyrik zur Stärkung meiner Prosa. Im Rhythmus der Verschmitztheit. Voilà, Woche drei.

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Verse versus Virus (Woche zwei)

5. April 2020

Bernhard Blöchl

Mit der Ausgangsbeschränkung kam die Idee: Gedichte zur Verarbeitung der Coronakrise. Die Welt, wie sie war, bröselt dahin. Der globale Soft Reset bringt so unfassbar viel Neues. Schlimmes, Tragisches, Bizarres, Lustiges. Jeder Rausch an Input braucht einen Output. Einen Kanal, am liebsten einen künstlerischen. Ein Tagebuch in Versen? Poesie für den Seelenfrieden? Aufschreiben, was einen auffrisst? Quarantänenquatsch? Vielleicht von allem ein bisschen. Vor allem aber sind „Verse versus Virus“ ein Experiment. Eine Morgenroutine für den Schreibflow. Meine Annäherung an die Lyrik zur Stärkung meiner Prosa. Im Rhythmus der Verschmitztheit. Voilà, Woche zwei.

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Verse versus Virus (Woche eins)

28. März 2020

Bernhard Blöchl

Mit der Ausgangsbeschränkung kam die Idee: Gedichte zur Verarbeitung der Coronakrise. Die Welt, wie sie war, bröselt dahin. Der globale Soft Reset bringt so unfassbar viel Neues. Schlimmes, Tragisches, Bizarres, Lustiges. Jeder Rausch an Input braucht einen Output. Einen Kanal, am liebsten einen künstlerischen. Ein Tagebuch in Versen? Poesie für den Seelenfrieden? Aufschreiben, was einen auffrisst? Quarantänenquatsch? Vielleicht von allem ein bisschen. Vor allem aber sind „Verse versus Virus“ ein Experiment. Eine Morgenroutine für den Schreibflow. Meine Annäherung an die Lyrik zur Stärkung meiner Prosa. Im Rhythmus der Verschmitztheit. Voilà, Woche eins.

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Kulturparade 2019

29. Dezember 2019

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht dahin, das neue lauert listig. Listen lassen es strahlen, das langsam Verblassende. Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2019 mit den besonders wirkungsvollen Werken, angereichert mit Lieblingsfilmen, -konzerten und -lesungen (über die meisten habe ich in der SZ geschrieben).

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Kulturparade 2018

30. Dezember 2018

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht dahin, das neue lauert listig. Listen lassen es wieder strahlen, das allmählich Verblassende. Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2018 mit den besonders wirkungsvollen Werken, angereichert mit Lieblingsfilmen und -konzerten (über die meisten habe ich auch in der SZ geschrieben). Bonus: mein Fazit der Tom-Robbins-Festspiele „Robbins Reloaded 17/18“.

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Sonnenburg ohne Regen

7. April 2018

Bernhard Blöchl

Im Schnee erwartet niemand eine Lesung über den Regen. Der Abschluss meiner Tour zur Roadnovel war sozusagen der Gipfel: Auf 1750 Metern, mitten im Skigebiet Oberlech am Arlberg, durfte ich das kleine Gelbe im Hotel Sonnenburg vorstellen. Ein tolles, familiär geführtes und sehr literaturliebendes Haus mitten im Schnee in Österreich.

Zur Après-Ski-Lesung mit allem, was man sich darunter in ärgsten Helene-Fischer-Albträumen vorstellt, wurde der Abend erfreulicher Weise nicht. Vielmehr saßen da neugierige und diskussionsfreudige Bücherfreunde im Publikum, darunter einige mit Schottland- und einer mit Wuppertal-Kenntnissen. Zum Schluss gab’s erhellende Gespräche beim Whisky, und nebenan saß eine schottische Reisegruppe, die sich womöglich ein bisschen über den langen deutschen Titel wunderte: „Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint“. Weiterlesen

Juli reloaded

24. März 2018

Bernhard Blöchl

Was wohl gewesen wäre, wenn mein Debütroman nicht vor fünf Jahren erschienen, sondern jetzt, mitten in die durch „Me Too“ befeuerte Gender-Debatte geplatzt wäre? Diese Frage stellt sich nicht nur mir, sondern offenbar auch meinem damaligen Verlag: Der tollkühne wie treue MaroVerlag hat gerade eine Anzeige für mein Buch geschaltet. Für ein Buch aus seiner Backlist, wohlgemerkt. So wie ich die Verlagswelt kenne, ist das schon bemerkenswert – und sollte gerade an einem Tag wie dem heutigen Indiebookday besonders betont werden. Danke dafür!

„Für immer Juli“ (Juli 2013) war ja der Versuch, die Orientierungslosigkeit des modernen, latent metrosexuellen Mannes, in einer Art Coming-of-Man-Komödie verschmitzt zu verarbeiten. Einerseits, um den Testosteron-Tonis à la Weinstein den Spiegel vorzuhalten. Andererseits, um einen Lösungsvorschlag im Sinne eines selbstbewussten emanzipierten Mannes aus dem wilden Plot durch München, Wien und Macholand herauszuschälen. Ich nenne das Ü-Literatur. Schon deshalb, weil ich die Unterhaltung Ernst nehme, und literarischer Ernst sehr wohl unterhaltend sein kann. Daran glaube ich wirklich.

Kulturparade 2017

28. Dezember 2017

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht dahin, das neue lauert listig. Listen helfen, ein wenig Struktur ins Verblassen zu bringen, insbesondere beim Kulturkonsum. Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2017 mit den besonders wirkungsvollen Werken (ein paar davon haben es mit ihren ersten Sätzen oder Songzeilen ins Museum der schönen Sätze geschafft).

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Mein erstes Speed-Dating

3. Juli 2017

Bernhard Blöchl

Man soll ja nie damit aufhören, Dinge zum ersten Mal zu tun. Dann halt also Speed-Dating. Okay, das Speed-Dating, zu dem das Literaturhaus die Münchner Autoren versammelt hat, ist anders: lesen und plaudern statt flirten und protzen. Aber schnell muss es auch hier gehen. Denn Langeweile ist für die, die zu viel Zeit haben. Gefasel für Unkonzentrierte. Los jetzt.

Zunächst ein Satz im Foyer über sich selbst, der sollte sitzen. Ich weiß nicht, ob ich den Romantitel korrekt wiedergegeben habe, Amelie Fried lacht. Offenbar kann sie nicht glauben, dass ich das Wort „Hintern“ vor Publikum gesagt habe. Irgendwo höre ich „Arsch“, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein. Nicht lange darüber nachdenken, ab an den Autorentisch im Saal.

Lesung beim Speed-Dating im Literaturhaus (Fotos: Catherina Hess).

Lesung beim Speed-Dating im Literaturhaus (Fotos: Catherina Hess).

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