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Mit ‘Maro’ getaggte Beiträge

Juli reloaded

24. März 2018

Bernhard Blöchl

Was wohl gewesen wäre, wenn mein Debütroman nicht vor fünf Jahren erschienen, sondern jetzt, mitten in die durch „Me Too“ befeuerte Gender-Debatte geplatzt wäre? Diese Frage stellt sich nicht nur mir, sondern offenbar auch meinem damaligen Verlag: Der tollkühne wie treue MaroVerlag hat gerade eine Anzeige für mein Buch geschaltet. Für ein Buch aus seiner Backlist, wohlgemerkt. So wie ich die Verlagswelt kenne, ist das schon bemerkenswert – und sollte gerade an einem Tag wie dem heutigen Indiebookday besonders betont werden. Danke dafür!

„Für immer Juli“ (Juli 2013) war ja der Versuch, die Orientierungslosigkeit des modernen, latent metrosexuellen Mannes, in einer Art Coming-of-Man-Komödie verschmitzt zu verarbeiten. Einerseits, um den Testosteron-Tonis à la Weinstein den Spiegel vorzuhalten. Andererseits, um einen Lösungsvorschlag im Sinne eines selbstbewussten emanzipierten Mannes aus dem wilden Plot durch München, Wien und Macholand herauszuschälen. Ich nenne das Ü-Literatur. Schon deshalb, weil ich die Unterhaltung Ernst nehme, und literarischer Ernst sehr wohl unterhaltend sein kann. Daran glaube ich wirklich.

Glückskatze von Rotraut Susanne Berner

24. November 2013

Bernhard Blöchl

Am Sonntag, bei der Maro-Matinee im Literaturhaus, durfte ich Rotraut Susanne Berner kennenlernen. Eine sehr sympathische Frau und eine wunderbare Künstlerin. Viele kennen sie von ihren Wimmelbildern und Kinderbüchern, ich persönlich habe mich riesig gefreut, dass die Wahl-Münchnerin den Umschlag von „Für immer Juli“ gestaltet hat. Als ich sie um eine Widmung in mein Leseexemplar bat, hat sie mir diese Zeichnung hineingezaubert. Hurra und Danke!

Widmung RSB

Für immer Feuilleton

6. August 2013

Bernhard Blöchl

Hurra, der Juli hat’s ins Feuilleton geschafft: heute, 6. August 2013, in der Süddeutschen Zeitung.

Süddeutsche Zeitung 060813

Juli kommt. Für immer Juli!

10. Juni 2013

Bernhard Blöchl

Für immer JuliHallo und hurra: Mein erster Roman erscheint Ende Juli! Sein Name: Für immer Juli (MaroVerlag). Dabei geht es gar nicht um den Sommer, um das Wetter schon gleich gar nicht. Juli heißt er, weil er Juli heißt. Also die Hauptfigur. Und die hat einige Probleme: Freundin weg, Job weg, Selbstwert weg. Stattdessen diese quälenden Fragen: Ist der Mann ohne Rollenklischees ein Trugschluss? War metrosexuell ein androgyner Irrtum? Sind Testosterontonis noch immer en vogue? Bei dem Mittdreißiger herrscht Verwirrung deluxe. Also macht sich Juli, der sich fortan nur noch Julian nennt, auf die Suche nach seiner verlorenen Männlichkeit. Eine Tour de force durch München, Wien und Macholand. Ein Spiel mit Identitäten. Und über allem schwebt die Frage: Kann man ein anderer sein, als man ist, und wenn ja: Wie lange geht das gut?

“Die Gedanken sind böse. Sie machen mir Angst. Die Gedanken sind böse. Sie erregen mich. Im Rausch lauert der Teufel. Ich will ein rauschhaftes Leben! Ich werde der Teufel (wenn der Teufel Prada trägt – umso besser!).”

Ein Männerroman? Vielleicht. Ein Schelmenroman? Unbedingt. Und mehr. Denn Juli strahlt über das Buch hinaus. Längst macht er im Netz weiter. Fragt nicht, wie er das jetzt wieder geschafft hat. Mehr dazu hier.