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Mit ‘Bücher’ getaggte Beiträge

Fix ist nix. Auf Schlingerkurs zum zweiten Roman

7. August 2016

Bernhard Blöchl

Berlin und ich, wir werden nicht warm. Wie mich der Schlingerkurs meiner Roadnovel auf geradezu surreale Weise real eingeholt und von Berlin zurück nach München gebrach hat: Ein verlegerischer Chaos-Trip mit mehr Plot-Twists, als einem Romanautor lieb sein kann.

SonotBerlin

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Für immer Juli im Juni

9. Juni 2016

Bernhard Blöchl

Es gibt ja solche und solche Lesungen. Solche sind mir lieber. Da veranstaltet das Hotel Hochschober eine Männerwoche, und man wird eingeladen, aus seinen Büchern zu lesen („Für immer Juli“ und „Schluss mit luschig!“). Am Tag danach darf man die Füße hochlegen, im Restaurant schlemmen, in den See springen, oder sich an die Bar verdrücken. Quasi Freude für alle Sinne. Danke dafür, es war mir ein Vergnügen.

 

Kulturparade 2015

27. Dezember 2015

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht davon, das neue lauert listig. Listen helfen, ein wenig Struktur ins Gestern zu bringen, insbesondere beim Kulturkonsum (2015: 63 Kinofilme, 17 Bücher und zig CDs). Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2015 mit besonders wirkungsvollen Werken (ein paar davon haben es mit ihren ersten Sätzen beziehungsweise Songzeilen ins Museum der schönen Sätze geschafft).

PS: Fast schon allmächtig erscheint der Einfluss österreichischer Autoren (es war das Jahr, als ich Robert Seethaler für mich entdeckte) sowie britischer Musiker (es war das Jahr der Rückkehr der Libertines und von Blur, das Jahr der Enttäuschung von Muse). Ungebrochen ist meine Vorliebe für Außenseiterstoffe.

15books

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Herbstlese

11. Oktober 2015

Bernhard Blöchl

Zwei besondere Leseabende gab es im taufrischen Herbst: der eine zum guten Zweck ums Eck, der andere zum Spaß in Österreich. Aber der Reihe nach.

Als mich Bettina Meissner, die gute Fee vom Isarflimmern, fragte, ob ich bei einer Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Flüchtlingshilfe mitmachen wolle, sagte ich sofort zu. Etwas vorlesen (Janne Teller: „Krieg – Stell dir vor, er wäre hier“, Christoph Miler: „Nowhere Men“), etwas spenden und die Zuhörer motivieren, ebenfalls ein bisschen Geld zu geben – das schien mir eine gute Sache zu sein. Der Abend in der Buchhandlung an der Reichenbachbrücke war denn auch eine gute Sache. Mehrere Autorenkollegen, darunter Sarah Elise Bischof und Anika Landsteiner, machten ebenfalls mit, die mehrstündige und mit Musik und Moderation angereicherte Veranstaltung war gut besucht. Ein Fest für die Literatur, ein Hoch auf die Menschlichkeit und die Erkenntnis: Im Kleinen was bewegen, doch, das geht.

Bei der Lesung eine Woche später im Hotel Hochschober in Österreich standen die Vorzeichen etwas anders. Da ging es nicht ausschließlich um Haltung, sondern vor allem um Unterhaltung. In der Reihe Literatur am Berg durfte ich im einzigartigen Chinaturm aus „Für immer Juli“ und „Schluss mit luschig!“ lesen. Ein schelmischer Abend vor neugierigen und sehr entspannten 20 Zuhörern. Lesungen und Wellness passen, das weiß nicht nur Juli, hervorragend zusammen.

Für immer Juli statt Regentristesse

23. März 2015

Bernhard Blöchl

Es war ein verregneter Tag, dieser Welttag der Poesie. Zumindest in München, wo es am Abend schüttete, als hätte der Himmel Grund gehabt zu heulen, womöglich wegen des Mangels an Poesie in der Stadt, wer weiß das schon? Drinnen flossen keine Tränen, drinnen floss nur Wein, und den Besuchern, die sich in die Buchhandlung „Isarflimmern“ gerettet und den Raum ordentlich gefüllt haben, war dann doch eher nach Lachen zumute. So kam es mir zumindest vor während dieser ganz besonderen Lesung.

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Kulturparade 2014

28. Dezember 2014

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht davon, das neue lauert listig. Listen helfen, ein wenig Struktur ins Gestern zu bringen (zumal mein Kulturkonsum mit 65 Kinofilmen, 23 Büchern und zig CDs 2014 hirnsprengend inflationär beschimpft werden darf). Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine höchst subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2014 mit besonders wirkungsvollen Werken (ein paar davon haben es mit ihren ersten Sätzen beziehungsweise Songzeilen ins Museum der schönen Sätze geschafft).

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Kulturparade 2013

25. Dezember 2013

Bernhard Blöchl

Das alte Jahr weht davon, das neue lauert listig. Listen helfen, ein wenig Struktur ins Gewesene zu bringen. Auf Lieblingssaetze.de, meinem 2011 eröffneten Museum der schönen Sätze, bringe ich Lieblingsbücher und Lieblingsplatten in eine höchst subjektive Reihenfolge. Alle Jahre wieder. Hier meine Kulturcharts 2013 mit besonders wirkungsvollen Werken (ein paar davon haben es mit ihren ersten Sätzen beziehungsweise Songzeilen ins Museum der schönen Sätze geschafft). Mit der Pseudonym-Edelfeder Einzlkind und den englischen Songwriterwunderknaben Tom Odell und Jake Bugg haben sich zudem drei neue Inspirationsquellen in meine Gedankenwelt geschrieben. Danke dafür!

Lieblingsbücher 2013

  1. Einzlkind: Harold
  2. Einzlkind: Gretchen
  3. F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby
  4. David Nicholls: Keine weiteren Fragen
  5. Danny Wallace: Auf den ersten Blick
  6. Oliver Uschmann: Erdenrund
  7. Ralf Husmann: Nicht mein Tag
  8. Murmel Clausen: Frettsack
  9. Murmel Clausen: Frettnapf
  10. Hubertus Meyer-Burckhardt: Die Kündigung

Außer Konkurrenz, gleichwohl die größten Herzensangelegenheiten: die Romandebüts von meiner Liebsten und mir.

Schöne Bescherung: die zwei für mich wichtigsten Romandebüts 2013
(danke an Katja für das wunderbare Foto!).


Lieblingsplatten 2013

  1. Tom Odell: Long Way Down
  2. Jake Bugg: Jake Bugg
  3. Babyshambles: Sequel To The Prequel
  4. Jake Bugg: Shangri La
  5. Herrenmagazin: Das Ergebnis wäre Stille
  6. Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi: Expedition ins O
  7. Tocotronic: Wie wir leben wollen
  8. Thees Uhlmann: #2
  9. Franz Ferdinand: Right Thoughts, Right Words, Right Action
  10. Kings Of Leon: Mechanical Bull

Hätten drin sein können (haben es aber vermasselt): Arctic Monkeys: AM

Das vernetzte Roman-Projekt

11. September 2013

Bernhard Blöchl

Auf Ich mach was mit Büchern durfte ich im Sommer 2013 mein literarisches Schelmenstück um Für immer Juli ausführlicher skizzieren. Herzlichen Dank an Leander Wattig, der sich wie kein Zweiter für die Vernetzung von Menschen, die ins Internet schreiben, einsetzt.

Die Zeiten, in denen ein Buch ausschließlich zwischen zwei Umschlagseiten stattfindet, sind vorbei. Das Internet bietet ungeahnte neue Möglichkeiten – sowohl beim Publizieren und Vermarkten, als auch beim kreativen Erzählen. In dieser Reihe gibt der Münchner Autor Bernhard Blöchl, 37, Einblicke in ein Schelmenstück, das sich um seinen kürzlich erschienenen Debütroman Für immer Juli entfaltet. Ein literarisches Experiment, das die Online-Offline-Grenze ignoriert – und Hoffnung macht für eine Web-affine Schriftstellergeneration.

Hier geht’s zum ersten Teil der Reihe „Das vernetzte Romanprojekt“.

Und hier sind alle Beiträge der Reihe aufgeführt.

Juli kommt. Für immer Juli!

10. Juni 2013

Bernhard Blöchl

Für immer JuliHallo und hurra: Mein erster Roman erscheint Ende Juli! Sein Name: Für immer Juli (MaroVerlag). Dabei geht es gar nicht um den Sommer, um das Wetter schon gleich gar nicht. Juli heißt er, weil er Juli heißt. Also die Hauptfigur. Und die hat einige Probleme: Freundin weg, Job weg, Selbstwert weg. Stattdessen diese quälenden Fragen: Ist der Mann ohne Rollenklischees ein Trugschluss? War metrosexuell ein androgyner Irrtum? Sind Testosterontonis noch immer en vogue? Bei dem Mittdreißiger herrscht Verwirrung deluxe. Also macht sich Juli, der sich fortan nur noch Julian nennt, auf die Suche nach seiner verlorenen Männlichkeit. Eine Tour de force durch München, Wien und Macholand. Ein Spiel mit Identitäten. Und über allem schwebt die Frage: Kann man ein anderer sein, als man ist, und wenn ja: Wie lange geht das gut?

“Die Gedanken sind böse. Sie machen mir Angst. Die Gedanken sind böse. Sie erregen mich. Im Rausch lauert der Teufel. Ich will ein rauschhaftes Leben! Ich werde der Teufel (wenn der Teufel Prada trägt – umso besser!).”

Ein Männerroman? Vielleicht. Ein Schelmenroman? Unbedingt. Und mehr. Denn Juli strahlt über das Buch hinaus. Längst macht er im Netz weiter. Fragt nicht, wie er das jetzt wieder geschafft hat. Mehr dazu hier.