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Mit ‘Lesung’ getaggte Beiträge

Maxlrainer Glücks-Rausch

31. Oktober 2013

Bernhard Blöchl

Das hätte nicht passieren dürfen. Nicht an diesem Abend des Überschwangs. Irgendwann, es muss in der Entspannungsphase nach den Lesungen gewesen sein, ging den Barmenschen im Literaturhaus das Maxlrainer aus. Das prämierte Helle, das ich mir gewünscht hatte, weil es dort gebraut wird, wo meine Romanfigur seine Kindheit verbrachte (freilich ohne Bier, zunächst): in Tuntenhausen. Also stießen wir mit Hacker-Pschorr aus der Bügelflasche auf meine München-Premiere an. Für immer Juli? Für immer Jubel! So fühlte es sich zumindest an.

Literaturhaus / Herbst-Mix 30.10.2013Heimspiel im Literaturhaus. So viele Gesichter. So viele bekannte Gesichter. So viel bekannte lachende Gesichter. Der Wahnsinn mit Aussicht. Mit Blick auf die Theatinerkirche saßen sie da, die mehr als 100 Gäste im dritten Stock des namhaften Kulturtempels, um den Profis Lena Gorelik und Jens Steiner sowie mir zu lauschen. Der München-Mix entpuppte sich einmal mehr als höchst amüsante literarische Abendgestaltung. Drei Romane, drei Autoren, drei Moderatorinnen, drei Lieblingsgetränke (solange der Vorrat reichte). Dazu gab’s Lieblingssongs. Und jede Menge Überschwang.

Dabei hatte ich Schlimmstes befürchtet, und damit meine ich nicht den akuten Biermangel. Seit vielen Tagen hatte mich ein Reizhusten gequält, und die Vorstellung, wie ich mich durch das Kapitel krächze, hatte mir Angstschweiß auf die Handflächen getrieben. Doch die Stimme hielt. Und der Abend war überwältigend. Überwältigend schön. Das fing mit den lässigen Moderationskünsten der charmanten Marion Bösker an und hörte mit der heiter-euphorischen Stimmung im Publikum noch lange nicht auf. Es dürfte das erste Mal gewesen sein, dass Nobelpenners „Fuck The Wörld, olé“ das Literaturhaus beschallte. Noch so eine Premiere.

Dass der Abend mit einem nordrhein-westfälischen Pils im Schuhmanns endete, mögen mir die Maxlrainer verzeihen.

Juli im Literaturhaus

19. September 2013

Bernhard Blöchl

Ja was ist denn da los? Am Mittwoch, 30. Oktober, darf ich im Literaturhaus München aus Für immer Juli lesen! Gemeinsam mit den Kollegen Lena Gorelik und Jens Steiner im Rahmen der Reihe „München-Mix“. Musik und Getränke gibt’s auch. Um 20 Uhr geht’s los. Der Wahnsinn!

Hier die Details: http://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/items/2676.html

Herbstmix

Alle Termine gibt’s in der Übersicht.

Buchpremiere im Kranzbach

29. Juli 2013

Bernhard Blöchl

Am heißesten Wochenende diesseits der Alpen denkt man nicht schnurstracks an eine Buchpremiere. Man denkt überhaupt nicht an eine Buchpremiere. Lesung und Hochsommer passen zusammen wie Grillen und Schneematsch. Nur was für Fanatiker. Davon scheint es aber durchaus einige zu geben, worüber ich sehr froh bin, denn so kam es, dass zur Präsentation von Für immer Juli im Hotel Kranzbach eine neugierige Schar an Zuhörern erschien.

Lesung im gelben Salon

Schweißtreibend waren freilich nicht nur die Temperaturen. Auch die Nervosität vor meiner ersten eigenen Lesung (den Auftritt bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb vor drei Jahren einmal ausgeklammert) hat meiner Stirn ein paar feuchte Perlen verpasst. Zweimal musste durfte ich ran; zweimal hat mir das Lesen mehr Vergnügen bereitet, als ich es vermutet hatte. Das lag wohl auch daran, dass die fühl- und hörbaren Reaktionen auf die Kapitel „Me, Myself And Weichei“, „Emannzipation“ (Leseproben gibt’s hier) und „Champagne Supernova“ so positiv berauschend waren. Anscheinend hat’s dem Publikum gefallen, das zum großen Teil aus Journalisten und ein paar Hotelgästen bestand. Besonders gefreut hat mich, dass auch mein Verleger Benno Käsmayr, sein befreundeter Maro-Kollege Hygin Elbling und Hanna Kloepfer, ebenfalls Maro, sowie der Gastgeber Klaus King dabei waren.

Letztgenannter blieb, soweit ich das beim Lesen registrieren konnte, weitgehend gelassen, als ich im Badehaus die Episode vortrug, die in seinem Luxus-Wellness-Refugium hinter Garmisch spielt (und die eine skurril-romantische Eroberung im hauseigenen Baumhaus offenbart). Gut, er kannte die Szene bereits und hat mir persönlich versichert, er finde sie großartig. Aber man weiß ja nie …

Das Kranzbach

Freundlicher Applaus, ganz viel Lob und Zuspruch sowie neugierige Fragen und schöne Gespräche folgten. Und führten dazu, dass auch ich an den Tagen danach tun konnte, was die meisten Menschen tun, wenn sie im Kranzbach sind: Füße hoch und entspannen.

Der blaue Salon

PS: Ganz herzlichen Dank an Catharina Niggemeier, ohne die die Buchpräsentation im Kranzbach wohl nie zustande gekommen wäre. Egal ob im Hochsommer oder im tiefsten Winter.