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Mit ‘Im Regen erwartet niemand’ getaggte Beiträge

Sonnenburg ohne Regen

7. April 2018

Bernhard Blöchl

Im Schnee erwartet niemand eine Lesung über den Regen. Der Abschluss meiner Tour zur Roadnovel war sozusagen der Gipfel: Auf 1750 Metern, mitten im Skigebiet Oberlech am Arlberg, durfte ich das kleine Gelbe im Hotel Sonnenburg vorstellen. Ein tolles, familiär geführtes und sehr literaturliebendes Haus mitten im Schnee in Österreich.

Zur Après-Ski-Lesung mit allem, was man sich darunter in ärgsten Helene-Fischer-Albträumen vorstellt, wurde der Abend erfreulicher Weise nicht. Vielmehr saßen da neugierige und diskussionsfreudige Bücherfreunde im Publikum, darunter einige mit Schottland- und einer mit Wuppertal-Kenntnissen. Zum Schluss gab’s erhellende Gespräche beim Whisky, und nebenan saß eine schottische Reisegruppe, die sich womöglich ein bisschen über den langen deutschen Titel wunderte: „Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint“. Weiterlesen

Mein erstes Speed-Dating

3. Juli 2017

Bernhard Blöchl

Man soll ja nie damit aufhören, Dinge zum ersten Mal zu tun. Dann halt also Speed-Dating. Okay, das Speed-Dating, zu dem das Literaturhaus die Münchner Autoren versammelt hat, ist anders: lesen und plaudern statt flirten und protzen. Aber schnell muss es auch hier gehen. Denn Langeweile ist für die, die zu viel Zeit haben. Gefasel für Unkonzentrierte. Los jetzt.

Zunächst ein Satz im Foyer über sich selbst, der sollte sitzen. Ich weiß nicht, ob ich den Romantitel korrekt wiedergegeben habe, Amelie Fried lacht. Offenbar kann sie nicht glauben, dass ich das Wort „Hintern“ vor Publikum gesagt habe. Irgendwo höre ich „Arsch“, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein. Nicht lange darüber nachdenken, ab an den Autorentisch im Saal.

Lesung beim Speed-Dating im Literaturhaus (Fotos: Catherina Hess).

Lesung beim Speed-Dating im Literaturhaus (Fotos: Catherina Hess).

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Im Playboy erwartet niemand ein gelbes Buch über den Regen

19. Juni 2017

Bernhard Blöchl

Yeah, endlich im Playboy, endlich entblättert, und dann noch in der Jubiläumsausgabe, wow! Das kleine Gelbe macht eine ziemlich gute Figur, oder etwa nicht? Und wie jeder weiß, sollte man auch die Texte nicht unterschätzen. Da steht kurz und knapp und auf den Punkt:

„Bayern verliert gegen Chelsea, und seine Freundin erwischt er in flagranti – Knoppke reicht’s. Mit seinem alten Ford und einer jungen Dreadlock-Tramperin düst er in die schottischen Highlands. Tragikomisches Roadmovie über die Suche nach Glück.“

Danke, Playboy Deutschland, danke, Günter Keil. Und danke auch an all die anderen Kollegen, die sich mit „Im Regen erwartet niemand, dass dir die Sonne aus dem Hintern scheint“ beschäftigt haben. Eine Auswahl der Pressezitate steht hier.

Doppelherz, schottisches

3. Juni 2017

Bernhard Blöchl

Wir sind in den Highlands durch den Regen spaziert, haben uns im Pub unsere Plots um die Ohren gehauen, haben auf der stürmischsten Miniinsel unser Herz verloren und mit Whisky im Blut am Manuskript gefeilt. All das haben wir getan. Aber das hier war neu: in einer Münchner Kneipe aus unseren Büchern lesen. Gemeinsam. Beim schottischen Doppel. Das war lustig, mein Lieblingsmensch und ich: Anne Sanders und, ehm, Bernie Sanders aka Bestsellerautorinnengatte. Moderiert wurde der Abend im Heppel & Ettlich von dem sehr geschätzten SZ-Kollegen, Schottland-Kenner und Freund Sebastian Herrmann. Cheers sagen wir auch zu Claudi Donald und den Kolleginnen von Randomhouse für die Fotos sowie den etwa 50 Gästen im Publikum. Slangevar, folks! Dass der lässige Abend mit dem Nach-Mitternachts-Herrengedeck „Le Üwe“ im Bergwolf endete, muss im Protokoll nicht erwähnt werden. Kann aber.

Vatertag? Männerbücher!

25. Mai 2017

Bernhard Blöchl

Zum Vatertag ein paar Männerbücher, ganz schön originell, was? Wobei ja Männerbücher eine ebenso doofe Schublade ist wie Frauenbücher. Aber die männliche Psyche, die spielt halt doch eine große Rolle in meinen Langtexten: Während seinerzeit der metrosexuelle Dreißig-plus-Schelm Juli nach seiner verloren geglaubten Männlichkeit suchte (2013, MaroVerlag) und darüber einen eigenen Ratgeber verfasste (2014, Rowohlt Verlag), steckt Knoppke im Emotionsloch namens Midlifecrisis fest, aus dem ihm – wenn überhaupt – nur eine schielende Streunerin im Regen der Highlands heraushelfen kann (2017, Piper Verlag).

Drei Bücher, drei Stoffe, drei Reisen, die mich von 2011 bis 2016 gefesselt, schreiberisch gefordert, inspiriert und bereichert haben. Dafür bin ich sehr dankbar, übrigens.