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Beiträge aus der Kategorie ‘Bücher’

Im Regen braut sich was zusammen

2. Oktober 2016

Bernhard Blöchl

im-regen_cover_webNeues aus der Schreibwerkstatt: Bald, ganz bald, erscheint mein zweiter Roman, hurra! Die Roadnovel mit dem umweglangen Titel schlingert sich größtenteils durch Schottland, die Protagonisten heißen Knoppke und Sam, Chelsea und Diego. Tiere spielen in dem tragisch-komischen Abenteuer ebenso eine Rolle wie die verpassten Chancen des Lebens. Und die große Liebe, natürlich, die ist der Motor, der noch viel kraftvoller daherkommt als der sonnengelbe Ford Transit, mit dem Knoppke vom Hasenbergl aus ins regennasse Nichts aufbricht.

„Das Nichts hatte offenbar keine Verwendung für Knoppke, denn zu seinem Bedauern befand er sich noch immer hier, neben einer überdrehten Landstreicherin, deren Ausdrucksweise er nicht verstand, mit Bröseln auf der Jacke, die zu warm war für den sonnigen Tag, das Duftgemisch von französischem Gebäck und internationalen Abgasen in der Nase, und Knoppke dachte, c’est la vie!“ 

Ein Midlife-Mann neben der Spur, dazu eine Herumtreiberin mit Silberblick, eine wutschäumende Ex in spe und jede Menge Überraschungen. Im Frühjahr 2017 bei Piper Paberback. Mehr zum Entstehungsprozess des Romans habe ich hier skizziert.

„Man sollte viel öfter viel weniger erwarten.“ (Egor Knoppke)

Fix ist nix. Auf Schlingerkurs zum zweiten Roman

7. August 2016

Bernhard Blöchl

Berlin und ich, wir werden nicht warm. Wie mich der Schlingerkurs meiner Roadnovel auf geradezu surreale Weise real eingeholt und von Berlin zurück nach München gebrach hat: Ein verlegerischer Chaos-Trip mit mehr Plot-Twists, als einem Romanautor lieb sein kann.

SonotBerlin

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Für immer Juli im Juni

9. Juni 2016

Bernhard Blöchl

Es gibt ja solche und solche Lesungen. Solche sind mir lieber. Da veranstaltet das Hotel Hochschober eine Männerwoche, und man wird eingeladen, aus seinen Büchern zu lesen („Für immer Juli“ und „Schluss mit luschig!“). Am Tag danach darf man die Füße hochlegen, im Restaurant schlemmen, in den See springen, oder sich an die Bar verdrücken. Quasi Freude für alle Sinne. Danke dafür, es war mir ein Vergnügen.

 

Herbstlese

11. Oktober 2015

Bernhard Blöchl

Zwei besondere Leseabende gab es im taufrischen Herbst: der eine zum guten Zweck ums Eck, der andere zum Spaß in Österreich. Aber der Reihe nach.

Als mich Bettina Meissner, die gute Fee vom Isarflimmern, fragte, ob ich bei einer Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Flüchtlingshilfe mitmachen wolle, sagte ich sofort zu. Etwas vorlesen (Janne Teller: „Krieg – Stell dir vor, er wäre hier“, Christoph Miler: „Nowhere Men“), etwas spenden und die Zuhörer motivieren, ebenfalls ein bisschen Geld zu geben – das schien mir eine gute Sache zu sein. Der Abend in der Buchhandlung an der Reichenbachbrücke war denn auch eine gute Sache. Mehrere Autorenkollegen, darunter Sarah Elise Bischof und Anika Landsteiner, machten ebenfalls mit, die mehrstündige und mit Musik und Moderation angereicherte Veranstaltung war gut besucht. Ein Fest für die Literatur, ein Hoch auf die Menschlichkeit und die Erkenntnis: Im Kleinen was bewegen, doch, das geht.

Bei der Lesung eine Woche später im Hotel Hochschober in Österreich standen die Vorzeichen etwas anders. Da ging es nicht ausschließlich um Haltung, sondern vor allem um Unterhaltung. In der Reihe Literatur am Berg durfte ich im einzigartigen Chinaturm aus „Für immer Juli“ und „Schluss mit luschig!“ lesen. Ein schelmischer Abend vor neugierigen und sehr entspannten 20 Zuhörern. Lesungen und Wellness passen, das weiß nicht nur Juli, hervorragend zusammen.

Für immer Juli statt Regentristesse

23. März 2015

Bernhard Blöchl

Es war ein verregneter Tag, dieser Welttag der Poesie. Zumindest in München, wo es am Abend schüttete, als hätte der Himmel Grund gehabt zu heulen, womöglich wegen des Mangels an Poesie in der Stadt, wer weiß das schon? Drinnen flossen keine Tränen, drinnen floss nur Wein, und den Besuchern, die sich in die Buchhandlung „Isarflimmern“ gerettet und den Raum ordentlich gefüllt haben, war dann doch eher nach Lachen zumute. So kam es mir zumindest vor während dieser ganz besonderen Lesung.

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Lesung am Indiebookday

14. März 2015

Bernhard Blöchl

Große Freude! Am Samstag, 21. März, 20 Uhr, lese ich endlich mal wieder in München: In der wunderbaren Buchhandlung Isarflimmern (an der Reichenbachbrücke) feiern wir den Indiebookday 2015. Ich werde meinen Roman Für immer Juli vorstellen, und die Kollegin Anika Landsteiner schenkt dem Männerabend die weibliche Note. Die Autorin und Schauspielerin wird ergänzende Passagen aus „Schluss mit luschig! Anleitung zum Mannsein“ präsentieren, weil Juli, ehm, verhindert ist. Alle Infos hier.

Lesung_Flyer

Gastbeitrag über „verschämte Literaturen“

13. März 2015

Bernhard Blöchl

Die Kollegin Birgit Böllinger hat mich kürzlich um einen Gastbeitrag für ihr Literaturblog „Sätze & Schätze“ gebeten. Aber gerne doch! Für die herrlich rotwangige Reihe verschämte Literaturen habe ich skizziert, was mich beim Romanschreiben inspiriert hat. Konkret habe ich über ein Buch geschrieben, das Julis Tour de force maßgeblich beeinflusst hat: „Die perfekte Masche“ von Neill Strauss. Weiterlesen

Literaturtag am Achensee

26. November 2014

Bernhard Blöchl

bloe_LesungEin Autor, zwei Bücher, drei Sorten Rum, mehrere Pärchen im Publikum: Das sind die Zahlen zum Literaturtag im Hotel Das Kronthaler am Achensee. Drapiert unter einem ordentlichen Geweih, las ich drei Kapitel aus meinem Roman Für immer Juli und diverse Häppchen aus der Spin-Off-Satire Schluss mit luschig!. So muss sich ein Platzhirsch fühlen, dachte ich, als die Augen der Zuhörer auf mich und das Geweih neben mir gerichtet waren. Doch das befremdliche Gefühl wich schnell, meine bisher längste Lesung wirkte euphorisierend, und spätestens beim Rum-Tasting im Anschluss ging’s mir sowieso saugut. Herzlichen Dank an das Hotel-Team und Die Starnbergerin fürs Organisieren und ganz besonders an Julia für die charmante Moderation sowie ihren Blog-Beitrag zum Abend. Den kann man übrigens hier nachlesen. Und so sah der schicker Flyer aus (mal abgesehen von dem Grinsetypen).

Literaturtag_1 Literaturtag_2

Das Schelmenstück wächst: Buch zum Blog zum Roman

13. Juli 2014

Bernhard Blöchl

Vor einem Jahr erschien „Für immer Juli“, mein Debütroman im tollkühnen MaroVerlag. Einen Juli später veröffentlicht der bloggende (Anti-)Held meiner Geschichte die Sekundärliteratur zur eigenen Story: „Schluss mit luschig!“ (Rowohlt) ist das Buch zum Blog zum Roman. Aus Anlass dieser Höllenfahrt in den Autorenhimmel: ein Plädoyer für literarische Experimente. Und für die Verschmelzung von On- und Offline.

„A good book has no ending.“ (R. D. Cumming)

Der Tag, an dem meine Hauptfigur beschloss, aus dem Roman zu fallen, war heiß und erdrückend. Es war der Sommer, als Bayern München dreimal Zweiter wurde. Es war der Sommer der verpassten Chancen, in jeder Hinsicht. Ich setzte den Schlusspunkt unter „Für immer Juli“ im Juli 2012, nach eineinhalb Jahren Schreibarbeit (und ich schreibe bewusst von Arbeit); die großen Verlage, denen meine Agentin das Manuskript hoffnungsvoll angeboten hatte, waren längst fertig mit ihm: „Also darüber kann ich nicht lachen“, „schwer zu positionieren“, „schön und gut, aber das Thema ist durch.“ Weiterlesen

Schluss mit Warten!

23. Mai 2014

Bernhard Blöchl

Juli macht ernst. Fragt mich nicht wie, aber irgendwie hat es dieser Schelm tatsächlich hingekriegt, sein eigenes Buch zu veröffentlichen. Neulich schickte er mir vorab den Umschlag, am 1. Juli kommt das Teil in den Handel. So sieht’s aus …

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