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Hingehen, fernbleiben, Lieblingsfluchten. Unter dem – nun ja – Schlagwort „Vorschlag-Hammer“ schreiben SZ-Autoren auf, welche Münchner Kulturveranstaltungen sie empfehlen (und vor welchen sie warnen). Hier mein 42. Teil vom 17.3.2016:
VORSCHLAG-HAMMER
Musenküsse
Kulturfreaks sind Trüffelschweine. Wenn die Perlen erst an der Oberfläche schimmern, interessiert das keine Sau mehr. So denken die. Nun könnte ich erzählen, dass ich Muse bereits kannte, als Coldplay und die Libertines noch unveröffentlicht, das iPhone und Spotify noch nicht verfügbar waren. Ich könnte erzählen, dass ich in die Kellerbar ihrer Jugend in Teignmouth gepilgert bin und beim Muse-Interview in Berlin Matt Bellamys Wasserflasche leer getrunken habe. Dass ich beim Konzert im Wembley-Stadion ein Ufo zur Musik der Band über meinem Kopf habe kreisen sehen und bei Rock im Park beinahe an ihrer Lustlosigkeit verzweifelt wäre. All das könnte ich erzählen.
Hingehen, fernbleiben, Lieblingsfluchten. Unter dem – nun ja – Schlagwort „Vorschlag-Hammer“ schreiben SZ-Autoren auf, welche Münchner Kulturveranstaltungen sie empfehlen (und vor welchen sie warnen). Hier mein 41. Teil vom 2.3.2016:
VORSCHLAG-HAMMER
Enthüllungen im Kino
Heute soll es um die Wahrheit gehen, reden wir also vom Journalismus. Reden wir über Zoomania. Nun hat der neue Disney-Film über eine Megacity der Tiere andere Schwerpunkte als den Biss und die Objektivität von Redakteuren, zum Beispiel den Kampf gegen Vorurteile und Intoleranz. Angehende Reporter können aber auch in dem superlustigen Animationsfilm etwas lernen, der am Donnerstag startet: Wie Interview-Partner sich zuweilen in Gegenfragen flüchten, das wird hier hübsch dargestellt. Warum ich das schreibe, wenn ich doch ohnehin auf „Spotlight“ hinaus möchte, den besten Journalistenfilm seit langem? Weil ich „Zoomania“ auch unterbringen wollte, und weil ein Einstieg mit Tieren sowieso flockiger daherkommt als ein dröges Redaktionsszenario.





